Microsoft will Suchdaten nach 18 Monaten anonymisieren

24. Juli 2007 Kommentieren Autor:

Microsoft verbindet Suchanfragen mit der IP-Adresse der Nutzer, der Cookie-ID und anderen nicht benannten Parametern. Damit kann sehr genau über einen sehr langen Zeitraum verfolgt werden, welche Themen für den Nutzer(-Account) eines Computers interessant sind. Oftmals ist es gar nicht schwierig, daraus ein Nutzerprofil zu erstellen, das viel über die Vorlieben und Neigungen der Nutzer verrät. Microsoft will die Suchanfragen nach 18 Monaten anonymisieren.

Für die Suchanfragen wird es auch zukünftig keine begrenzte Speicherzeit geben. Nur die oben genannten (und nicht genannten) Identifikationsmerkmale werden von den Suchanfragen getrennt.

Microsoft will weitere Massnahmen in seinem Nutzernetzwerk anbieten um private Daten der Nutzer besser im Sinne der Nutzer zu verarbeiten. Später in diesem jahr soll verhaltenbezogene Werbung auf Seiten „Dritter“, ausserhalb des Microsoft Netzwerkes angezeigt werden. Auf den Seiten dieser „Dritter“ bekommen Nutzer die Möglichkeit, dass ihr Verhalten nicht an die Werbung übermittelt wird. Warum nicht im Microsoft-Netzwerk?

18 Monate bleiben weiterhin eine sehr lange Zeit, während der die Privatsphäre der Nutzer unnötig strapaziert wird. Solange Nutzer kein Selbstbestimmungsrecht über ihre Daten bekommen, sind die angeblichen Schritte für eine bessere Privatsphäre eine Täuschung der Nutzer.

Tor und JAP bleiben weiterhin beliebte Anlaufstellen, für Nutzer die Wert auf ihre Privatsphäre legen.

Microsoft Announces Enhanced Privacy Protections for Customers: Privacy advocates applaud steps to give customers more control of their information and make search data anonymous.

Microsoft Privacy

Kategorie: MSN
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